Bei der Wahl einer Kindertapete helfen Alter und Interessen des Kindes. Kleinkinder mögen einfache Tier- und Naturmotive, Vorschulkinder oft Themen wie Dinosaurier oder Weltraum. Bei Schulkindern zählt vor allem das eigene Hobby.
Die Altersangaben sind Richtwerte. Wichtig ist, dass dem Kind das Motiv gefällt und die Tapete zum Raum passt. Ein bestimmtes Muster verbessert nachweislich weder Konzentration noch Kreativität.
Kleinkinder: einfache Motive
Für Kinder von etwa einem bis drei Jahren eignen sich einfache Motive: Waldtiere, Wolken, Sterne, Formen oder sanfte Unterwassermotive. Ein Muster mit gut erkennbaren Figuren wirkt an einer einzelnen Wand weniger unruhig als ein dichtes Motiv im ganzen Zimmer.
Wählen Sie Farben und Muster passend zu Raumgröße, Licht und Nutzung. Eine Tapete muss nicht ausschließlich aus Pastelltönen bestehen; eine pauschale Farbregel gibt es nicht. Wenn das Zimmer zugleich zum Spielen und Schlafen dient, können ruhigere Flächen neben einer Motivwand für Abwechslung sorgen.
Vorschulkinder: Geschichten an der Wand
Zwischen etwa drei und sechs Jahren werden konkrete Themen interessant. Dinosaurier, Dschungeltiere, Fahrzeuge, Märchenfiguren und Raketen regen zu eigenen Geschichten an. Was Ihrem Kind gefällt, hängt mehr von seinen Interessen ab als von einer festen Altersvorgabe.
Beziehen Sie Ihr Kind in die Auswahl ein und zeigen Sie ihm einige Muster. So lässt sich gemeinsam entscheiden, ob eine detailreiche Urzeitlandschaft oder kleine, wiederkehrende Dinofiguren besser gefällt. Eine Tapete kann zum Rollenspiel passen. Es ist jedoch nicht belegt, dass ein bestimmtes Motiv die Entwicklung oder Fantasie fördert.
Schulkinder: Hobbys entscheiden
Mit dem Schulalter ändern sich die Interessen des Kindes und die Art, wie es sein Zimmer nutzt. Weltraum, Sport und Musik können passen, wenn das Kind sich dafür begeistert. Das gilt ebenso für Tiere, Karten oder weiterhin Dinosaurier. Auch grafische Muster oder eine einzelne, auffällig gestaltete Wand passen oft länger als ein sehr kleinteiliges Motiv im ganzen Raum.
Planen Sie die Wandgestaltung gemeinsam. Eine auffällige Tapete lässt sich auf eine Wand begrenzen; die übrigen Flächen bleiben dann leichter anpassbar, wenn sich der Geschmack ändert. Am Schreibtisch kann eine ruhigere Wandgestaltung eine passende Wahl sein. Dass bestimmte Farben oder Muster die Konzentration verbessern, ist nicht belegt.
Muster und Material abstimmen
Betrachten Sie das Muster aus verschiedenen Entfernungen und bei Tages- sowie Kunstlicht. Große Motive fallen stärker ins Auge, kleine Muster bedecken die Wand gleichmäßiger. Musterprobe oder Tapetenstück helfen dabei, die Wirkung im Zimmer einzuschätzen.
Prüfen Sie außerdem, aus welchem Material die konkrete Tapete besteht und welche Stoffe sie an die Raumluft oder über Staub abgeben kann. Das Umweltbundesamt nennt bei Papiertapeten und Raufaser unter anderem den Altpapieranteil und problematische Stoffe als Prüfpunkte. Das bedeutet nicht, dass jede Papiertapete oder Raufasertapete automatisch besser abschneidet.
