Verwenden Sie Farben und Tapeten, die für Innenräume gedacht sind, und wählen Sie die Gestaltung passend zu den Vorlieben des Kindes aus. Farben und Motive können Sie gemeinsam aussuchen. Eine bestimmte Farbpalette für ein bestimmtes Alter ist nicht vorgeschrieben.

Eine Akzentwand, Bilder zum Austauschen oder Kindertapeten eignen sich für die Gestaltung. Umweltzeichen wie der Blaue Engel helfen bei der Auswahl, sofern das Zeichen für das jeweilige Produkt gilt.

Motive gemeinsam auswählen

Tiere, Fahrzeuge, Weltraum, Märchen oder Sport: Wandbilder und Muster können die Interessen des Kindes zeigen. Bei kleinen Kindern wählen zunächst die Erwachsenen mit. Sobald das Kind eigene Vorlieben äußern kann, beziehen Sie es in die Entscheidung ein. So lässt sich der Raum nach und nach an seinen Geschmack anpassen.

Ein großes Wandbild oder eine auffällige Tapete prägt den Raum lange. Wenn sich die Interessen schnell ändern, bleiben Sie mit Postern, Bildern oder einem Motiv auf einem Teil der Wand flexibler. Schauen Sie sich die Motive gemeinsam an und achten Sie darauf, ob sie dem Kind gefallen oder ihm Angst machen.

Kindertapeten auswählen

Kindertapeten gibt es in vielen Farben und Mustern. Wählen Sie ein Motiv, das zum Kind und zur übrigen Einrichtung passt. Papiertapeten sind eine mögliche Wahl. Die Verbraucherzentrale rät, Vinyltapeten zu meiden: Sie bestehen aus PVC und können Weichmacher freisetzen.

Der Blaue Engel kennzeichnet bestimmte Papiertapeten und Raufasertapeten aus Recyclingpapier. Das Zeichen bewertet die Materialien und Umweltmerkmale dieser Produkte. Es ist kein allgemeines Gesundheitsversprechen für jeden Wandbelag.

Vor dem Tapezieren muss die Wand sauber, trocken und fest sein. Entfernen Sie lose Tapetenreste und gleichen Sie Unebenheiten aus. Wählen Sie Kleister und Arbeitsweise passend zur Tapete und beachten Sie die Herstellerangaben. Je nach Tapetenart unterscheiden sich das Einweichen, der Kleisterauftrag und die Verarbeitung.

Kinderzimmer streichen

Eine kräftige Farbe wirkt besonders deutlich, wenn Sie sie auf eine Wand oder einen abgegrenzten Bereich beschränken. Die übrigen Wände können ruhiger bleiben und als Hintergrund für Möbel, Bilder und Textilien dienen. Auch Streifen, Punkte oder ein einfaches Zickzackmuster setzen Akzente, ohne dass der ganze Raum ein festes Thema bekommt.

Bei der Farbwahl helfen praktische Fragen: Wie fällt das Tageslicht in den Raum? Welche Farben haben Möbel und Vorhänge? Und welche Töne mag das Kind? Sie können Pastellfarben, kräftige oder gedeckte Töne wählen. Es gibt keine Belege dafür, dass bestimmte Wandfarben für eine Altersgruppe besser sind oder Schlaf und Entwicklung fördern.

Räumen Sie den Raum zum Streichen möglichst leer, schützen Sie Boden und Möbel und kleben Sie die Kanten ab. Die Wand muss sauber, trocken und fest sein. Bessern Sie Risse und Löcher aus. Verwenden Sie eine Grundierung, also eine vorbereitende Schicht, wenn die Produktangabe sie für den Untergrund empfiehlt. Streichen Sie in der angegebenen Reihenfolge und lassen Sie die Farbe vollständig trocknen, bevor Sie Möbel und Textilien zurückstellen.

Farben emissionsarm wählen

Wandfarbe bedeckt eine große Fläche. Achten Sie deshalb auf Produkte für Innenräume, die nur wenige Stoffe an die Raumluft abgeben. Der Blaue Engel bietet mit dem Zeichen DE-UZ 102 eine Orientierung für emissionsarme Innenwandfarben. Seine Kriterien begrenzen bestimmte organische Stoffe, die leicht oder schwer aus der Farbe in die Luft gelangen.

„Wasserbasiert“ bedeutet nicht automatisch, dass eine Farbe keine Konservierungsmittel enthält. Lesen Sie die Produktangaben und prüfen Sie, ob die Farbe für den geplanten Innenraum geeignet ist. Auch bei mineralischen Farben kommt es auf die Zusammensetzung und den Untergrund an.

Lüften Sie während der Renovierung und regelmäßig, bis die Farbe getrocknet ist. Beachten Sie auch die Hinweise des Herstellers zum Trocknen und zur Nutzung. Das Bundesgesundheitsportal empfiehlt nach Renovierungen, mehrmals täglich mindestens fünf Minuten lang die Fenster weit zu öffnen oder für Durchzug zu sorgen.

Alte Wandbeschichtungen prüfen

In älteren Gebäuden können unbekannte Wandbeschichtungen oder Spachtelmassen problematische Stoffe enthalten. Asbest wurde in Deutschland bis zum Verbot im Oktober 1993 legal verwendet und kann unter anderem in alten Putzen und Spachtelmassen vorkommen. Intakte Oberflächen sind kein Grund zur pauschalen Beunruhigung. Schleifen oder brechen Sie verdächtige Materialien aber nicht einfach auf. Lassen Sie vor Arbeiten, bei denen Staub entsteht, von einer Fachperson prüfen, um welches Material es sich handelt.