Wenn Sie mehrere Bilder aufhängen, planen Sie zuerst ihre Positionen und bohren Sie erst danach. Papierzuschnitte in Originalgröße zeigen, wie breit die Gruppe wird, ob die Abstände stimmen und wie sie über Sofa oder Sideboard wirkt.

Planen Sie mit dem Außenmaß jedes fertigen Rahmens. Papierformat und sichtbare Bildfläche sind kleiner und reichen für die Wandplanung nicht aus.

Außenmaße der Bilderrahmen messen

Messen Sie jeden Rahmen von Außenkante zu Außenkante. Rahmenleisten und Passepartouts verändern den Platzbedarf; Angaben auf der Verpackung beziehen sich zudem nicht immer auf das äußere Maß. Tragen Sie die Maße des fertigen Rahmens auf die Papierprobe auf.

DIN-A-Formate helfen beim Zusammenstellen unterschiedlicher Bildgrößen. A2 misst 42,0 × 59,4 cm, A3 29,7 × 42,0 cm, A4 21,0 × 29,7 cm und A5 14,8 × 21,0 cm. Diese Angaben beschreiben das Papier, nicht den fertigen Rahmen.

Anordnung und Abstände wählen

Ein Raster mit gleich großen Rahmen und gleichen Abständen wirkt geordnet. Bei Rahmen in verschiedenen Formaten können Sie eine gemeinsame Oberkante, Unterkante oder Seitenkante als Orientierung nutzen. Bei einer freien Salonhängung, also einer lockeren Gruppe aus unterschiedlich großen Bildern, richten Sie die Bilder an einer gedachten Mittelachse oder einer klaren Außenform aus.

Planen Sie zunächst etwa 5 cm Abstand zwischen den Rahmen ein. Kleine Bilder wirken mit geringem Abstand oft zusammenhängend, während größere Rahmen mehr Luft brauchen. Bei einem Raster sollten die Abstände gleich bleiben. Eine freie Anordnung darf Abstände variieren, wenn das bewusst Teil des Layouts ist.

Über Sofa, Sideboard oder Bett ist ein Abstand von etwa 20 bis 30 cm zwischen Möbeloberkante und Bildergruppe ein möglicher Startwert, aber keine feste Vorgabe. Die Bildmitte liegt häufig ungefähr 145 bis 160 cm über dem Boden. Prüfen Sie die Höhe zusätzlich aus der Sitzposition, wenn die Bilder vor allem vom Sofa aus betrachtet werden.

Papierproben an die Wand kleben

Schneiden Sie für jeden Rahmen eine Vorlage in seinen tatsächlichen Außenmaßen aus. Markieren Sie darauf die Ober- und Unterkante sowie den Aufhängepunkt. Die Position hängt von der Aufhängung am Rahmen ab. Messen Sie sie am echten Rahmen und tragen Sie sie auf der Vorlage ein.

Für die Planung brauchen Sie Papier, Bleistift, Maßband, Malerkrepp und eine Wasserwaage. Gehen Sie so vor:

  1. Messen Sie die Wandfläche und das darunterstehende Möbel aus.
  2. Legen Sie die Rahmen zunächst auf dem Boden aus und probieren Sie verschiedene Anordnungen.
  3. Übertragen Sie die Außenmaße auf Papier und markieren Sie die Aufhängepunkte.
  4. Befestigen Sie die Proben mit Malerkrepp an der Wand.
  5. Prüfen Sie Abstände, Gesamtbreite und Höhe aus verschiedenen Blickwinkeln, etwa vom Eingang und aus der üblichen Sitzposition.
  6. Korrigieren Sie die Anordnung und markieren Sie erst dann die Befestigungspunkte.

Die Papierproben bilden die Umrisse und Abstände der geplanten Gruppe ab, aber nicht genau die Wirkung der echten Bilder. Spiegelungen im Glas und das Rahmenmaterial lassen sich damit ebenfalls nicht vollständig beurteilen. Korrigieren Sie damit die Anordnung und kontrollieren Sie vor dem Bohren noch einmal die Maße.

Bilder und Rahmen ausgewogen kombinieren

Ein größeres Bild kann den Mittelpunkt der Anordnung bilden. Ordnen Sie mittlere Formate darum herum an und ergänzen Sie die Gruppe gezielt mit kleineren Bildern. So sticht ein einzelner großer Rahmen zwischen vielen kleinen nicht zu stark hervor, und gleich große Rahmen wirken nicht zu gleichförmig.

Unterschiedliche Motive und Rahmen passen oft besser zusammen, wenn Sie ein Element wiederholen. Das kann eine Farbe, ein Rahmenmaterial, ein ähnlicher Bildstil oder ein gemeinsames Thema sein. Sie müssen nicht alle Rahmen angleichen. Wenn sich ein Element an mehreren Stellen wiederholt, verbindet das die Bilder sichtbar. Zu viele starke Unterschiede bei Format, Farbe und Rahmen gleichzeitig lassen die Gruppe dagegen schnell unruhig wirken.

Befestigung passend zur Wand wählen

Prüfen Sie vor dem Bohren, welche Befestigung zu Wand und Rahmengewicht passt. Ein Aufhängepunkt auf der Papierprobe hilft dabei, die Position festzulegen, sagt aber nichts darüber aus, ob Dübel oder Haken für den Untergrund geeignet sind. Bei schweren Rahmen zählt die konkrete Wandbeschaffenheit.

Eine Galerieschiene eignet sich, wenn Sie Bilder häufig umhängen oder die Wand später erweitern möchten. Haken und Schnüre lassen sich verschieben, ohne für jede neue Position zusätzliche Wandlöcher zu setzen. Die zulässige Belastung hängt vom jeweiligen Schienensystem und der Montage ab. Prüfen Sie dafür die Herstellerangaben.