Rot, Gelb und Blau bringen Farbe ins Kinderzimmer. Damit der Raum ruhig und übersichtlich bleibt, verwenden Sie kräftige Farben gezielt: auf einer Fläche oder in einzelnen Motiven. Kleine Farbtupfer ergänzen sie.
Primärfarben sind Grundfarben, aus denen sich viele weitere Farbtöne mischen lassen. Legen Sie zuerst fest, welche Farbe den Blickfang bilden soll. Die beiden anderen verwenden Sie sparsamer an weiteren Stellen.
Eine Wandfläche auswählen
Lassen Sie große Wandflächen zunächst in einem ruhigen Ton wie Warmweiß oder Creme. Eine farbige Wand, ein breiter Streifen oder eine klar begrenzte Form reicht als sichtbarer Schwerpunkt. Kissen, Bilder, Spielzeug und Aufbewahrungsboxen können den gewählten Farbton anschließend wieder aufnehmen.
Sie können auch verschiedene Bereiche unterschiedlich gestalten. Am Bett bleibt die Wand beispielsweise ruhig, während ein farbiges Feld den Spiel- oder Bastelbereich markiert. So lassen sich die Bereiche unterscheiden, ohne alle Wände farbig zu gestalten.
Prüfen Sie den Farbton vor dem Streichen auf einer größeren Fläche im Kinderzimmer. Kleine Farbkarten zeigen nur eingeschränkt, wie eine Farbe bei Tageslicht und mit der vorhandenen Einrichtung wirkt. Wie viel Wandfläche Sie farbig gestalten, ist nicht allgemein festgelegt; achten Sie dabei auf einen klar erkennbaren Schwerpunkt.
Wandmotive klar begrenzen
Geometrische Formen geben kräftigen Farben einen klaren Rahmen. Dazu zählen Kreise und Bögen ebenso wie Dreiecke und breite Streifen. Auch eine halbhoch gestrichene Wand kann Farbe ins Zimmer bringen und die Fläche übersichtlich gliedern. Malerkrepp hilft dabei, gerade Kanten abzukleben.
Wenn Ihr Kind ein größeres Wandmotiv mag, wählen Sie am besten eine zentrale Idee. Berge oder Wolken eignen sich dafür ebenso wie ein Regenbogen. Wiederholen Sie einzelne Farben daraus in Bettwäsche oder Bildern. Viele unterschiedliche Motive und Muster an Wänden, Boden und Textilien lassen den Raum dagegen schnell unruhig wirken.
Die Interessen Ihres Kindes ändern sich. Poster, Wandtattoos und bunte Textilien lassen sich leichter austauschen als ein großflächig gemaltes Thema. Beziehen Sie Ihr Kind in die Auswahl ein und setzen Sie seine Lieblingsfarbe dort ein, wo Sie sie später unkompliziert verändern können.
Primärfarben gezielt kombinieren
Eine einfache Kombination besteht aus einem hellen Grundton und einer Primärfarbe als Hauptakzent. Die beiden anderen Primärfarben tauchen dann als kleinere Akzente auf. Das kann eine Lampe oder ein Bild sein; auch eine Aufbewahrungsbox eignet sich dafür. So sind Rot, Gelb und Blau im Zimmer vertreten, ohne dass jede Farbe gleich große Flächen beansprucht.
Für ein besonders buntes Zimmer können Sie alle drei Farben verwenden. Wiederholen Sie dann lieber dieselben Töne an mehreren Stellen, statt viele verschiedene Muster und Farbtöne zu mischen. Ein blaues Wandfeld, rote Kissen und gelbe Details greifen die Primärfarben auf, während ein ruhiger Hintergrund die Gestaltung zusammenhält.
Farben lassen sich außerdem nach Bereichen ordnen. Ein zurückhaltender Schlafplatz und lebhaftere Akzente in der Spielecke sind eine praktische Gestaltungsentscheidung. Eine bestimmte Wandfarbe sorgt jedoch nicht automatisch für besseren Schlaf oder mehr Konzentration. Untersuchungen zu Farben in Klassenräumen liefern unterschiedliche Ergebnisse und lassen sich nicht ohne Weiteres auf private Kinderzimmer übertragen.