Wandtattoos und Poster im Kinderzimmer kombinieren

Wandtattoos und Poster sind im Kinderzimmer beliebt: Sie sind günstig, leicht anzubringen und zeigen den Geschmack des Kindes.

Legen Sie eine Grundordnung fest: eine Wand als Blickfang, die übrigen Flächen bewusst ruhig. So bleibt die Wand lebendig, aber nicht überladen. Das Zimmer bleibt flexibel, wenn sich die Interessen des Kindes ändern, ohne dass Sie die Gestaltung ständig erneuern müssen.

Die richtige Wand auswählen

Nicht jede Wand im Kinderzimmer braucht Dekoration. Eine einzelne Wand, meist die hinter dem Bett oder gegenüber der Tür, eignet sich als Hauptfläche für Wandtattoos und Poster. Die übrigen Wände bleiben entweder frei oder erhalten nur kleine, dezente Elemente. Diese Konzentration hält den Raum ruhig und erleichtert das spätere Umgestalten: Sie bearbeiten nur eine Fläche, nicht das ganze Zimmer.

Achten Sie bei der Auswahl darauf, welche Funktion die Wand im Raum hat. Hinter dem Bett wirkt ein großes Wandtattoo als ruhiger Blickpunkt. An der Wand über dem Schreibtisch sollten Sie dagegen weniger hängen, weil visuelle Reize die Konzentration beim Hausaufgabenmachen stören. Eine freie Wandfläche neben der Tür eignet sich gut für eine wechselnde Postergalerie, weil sie beim Betreten des Zimmers direkt ins Auge fällt.

Ein gemeinsames Thema festlegen

Bevor Sie Wandtattoo und Poster kombinieren, bestimmen Sie ein Thema, das beide Elemente verbindet. Das kann ein Motivkreis sein wie Tiere, Weltraum, Dinosaurier oder Unterwasserwelt, aber auch eine Farbfamilie wie Blau- und Grüntöne oder ein Stil wie skandinavisch schlicht. Das Thema gibt vor, welche Poster und Tattoos zusammenpassen, und verhindert, dass die Wand wie eine zufällige Sammlung wirkt.

Ein Beispiel: Ein großes Wandtattoo mit einem Baum an der einen Wandseite lässt sich gut mit Postern kombinieren, die Vögel, Blätter oder Waldtiere zeigen. Die Poster müssen nicht dasselbe Motiv wiederholen, aber sie sollten zum gleichen Themenkreis gehören. Wenn Ihr Kind gerade zwei völlig verschiedene Interessen hat, etwa Pferde und Weltraum, entscheiden Sie sich für eine der beiden Richtungen oder trennen Sie die Themen räumlich: Die eine Wandseite gehört den Pferden, die andere dem Weltraum. So bleibt jede Zone für sich stimmig.

Größen und Abstände bewusst einsetzen

Die Wirkung einer Wandgestaltung hängt stark von den Proportionen ab. Ein großes Wandtattoo braucht Platz und wirkt am besten allein oder mit wenigen, kleineren Postern daneben. Mehrere gleich große Poster nebeneinander wirken dagegen schnell unruhig, besonders wenn sie dicht hängen. Als Faustregel gilt: Je größer das Wandtattoo, desto weniger zusätzliche Elemente braucht die Fläche. Ein einzelnes großes Poster kann dieselbe Rolle übernehmen wie ein Wandtattoo, wenn es als Hauptmotiv dient.

Lassen Sie zwischen den einzelnen Elementen ausreichend Abstand. Zwanzig bis dreißig Zentimeter Abstand zwischen Postern wirken ruhiger als dichtes Aneinanderreihen. Wandtattoos, die über die Ecke oder um ein Möbelstück herumgeführt werden, setzen gezielte Akzente, sollten aber die einzige derartige Gestaltung im Raum bleiben. Wenn Sie unsicher sind, legen Sie die Poster vor dem Aufhängen auf den Boden und probieren Sie verschiedene Anordnungen aus. Das erspart Ihnen das mehrfache Umhängen.

Flexible Befestigung statt fester Montage

Der größte Vorteil von Wandtattoos und Postern gegenüber gestrichenen Wandbildern ist, dass Sie sie leicht austauschen können. Damit diese Flexibilität erhalten bleibt, wählen Sie Befestigungsmethoden, die sich rückstandslos entfernen lassen. Wandtattoos aus Vinylfolie lassen sich in der Regel abziehen, ohne die Wand zu beschädigen, sofern die Wand glatt und die Farbe gut haftet. Bei empfindlichen oder stark strukturierten Wänden sollten Sie vorher an einer unauffälligen Stelle testen.

Für Poster eignen sich Klebepunkte aus wiederverwendbarem Material, die sich ohne Rückstände lösen, oder magnetische Posterrahmen, die Sie an einer metallischen Fläche anbringen. Herkömmliches Klebeband hinterlässt dagegen oft Klebereste und beschädigt beim Abziehen den Wandputz. Wenn Ihr Kind seine Poster häufig wechselt, lohnt sich ein Wechselrahmen mit Plexiglasscheibe: Sie müssen nur das Poster austauschen, ohne die Befestigung zu verändern. So bleibt die Wandgestaltung jederzeit anpassbar, ohne dass Sie jedes Mal neu tapezieren oder streichen müssen.

Die Wand mitwachsen lassen

Kinderinteressen ändern sich schnell. Die Wandgestaltung sollte das mitmachen, ohne dass Sie alles neu kaufen müssen. Eine praktische Lösung ist, die Grundstruktur stabil zu halten und nur die wechselnden Elemente auszutauschen. Das große Wandtattoo mit einem neutralen Motiv wie Wolken, Sternen oder einem Baum bleibt über mehrere Jahre passend, während die Poster daneben dem aktuellen Lieblingsthema folgen. So genügt es, alle paar Monate zwei oder drei Poster auszutauschen, um das Zimmer frisch wirken zu lassen.

Beziehen Sie Ihr Kind in die Auswahl und das Umhängen ein. Wenn es selbst entscheiden darf, welche Poster an die Wand kommen und wo sie hängen, identifiziert es sich stärker mit seinem Zimmer und lernt nebenbei, mit begrenztem Raum umzugehen. Sie können dafür eine feste Posterecke einrichten, in der die Bilder in Rahmen oder mit Klebepunkten hängen und leicht umsortierbar sind. Die übrigen Wände bleiben ruhig, sodass das Zimmer auch dann nicht überladen wirkt, wenn das Kind gerade viele Lieblingsmotive hat.