Wandschablonen: Motive, Materialien und Anleitung

Wandschablonen bringen wiederholbare Muster, Bordüren, Schriftzüge und einzelne Motive auf die Wand. Dafür wird Farbe durch ausgesparte Bereiche einer Schablone aufgetragen. Mit einer stabilen Vorlage, wenig Farbe und einer guten Fixierung gelingt die Technik auch ohne Malererfahrung.

Wandschablonen bieten mehr Gestaltungsfreiheit als fertige Wandsticker: Größe, Farbe und Anordnung lassen sich an den Raum anpassen. Eine selbst angefertigte Schablone eignet sich für einfache Einzelmotive. Für viele Wiederholungen oder filigrane Formen ist eine wiederverwendbare Kunststofffolie praktischer.

Welche Motive passen zu welchem Raum?

Das Motiv sollte zur Größe der Wand, zur Einrichtung und zur Nutzung des Raumes passen. Einzelne große Formen wirken anders als ein dichtes Muster oder eine Bordüre.

Wohnzimmer

Im Wohnzimmer passen zurückhaltende Motive, die Möbel und Bilder ergänzen:

  • Blätter, Zweige und stilisierte Pflanzen
  • Bögen und geometrische Formen
  • feine Linienmuster
  • einzelne große Silhouetten
  • Bordüren hinter Sofa, Sideboard oder Esstisch

Eine einzelne Akzentwand oder ein abgegrenzter Bereich wirkt meist ruhiger als ein kräftiges Muster auf allen Wänden. Ton-in-Ton-Motive geben einer Fläche Struktur, ohne den Raum stark zu dominieren.

Schlafzimmer

Für das Schlafzimmer eignen sich dezente und leicht wiederholbare Formen:

  • Zweige und Blätter
  • Sterne
  • abstrakte Linien
  • kleine Punkte
  • eine halbhohe Bordüre
  • ein ruhiges Motiv hinter dem Bett

Gebrochene Weißtöne, Sand, Beige, Rauchblau, Salbei sowie gedeckte Rosé- oder Terrakottatöne erzeugen eine zurückhaltende Farbstimmung. Eine bestimmte Farbe wirkt jedoch nicht bei allen Menschen gleich. Entscheidend sind Licht, Einrichtung und persönlicher Geschmack.

Kinderzimmer

Im Kinderzimmer lassen sich mit Schablonen ganze Geschichten oder Themenwelten gestalten:

  • Tiere und Meerestiere
  • Wolken und Sterne
  • Regenbögen
  • Pflanzen und Landschaften
  • Buchstaben und Namen
  • Häuser, Fahrzeuge oder Fantasiefiguren

Unterschiedliche Motive können Schlaf-, Spiel- und Lesebereiche optisch voneinander abgrenzen. Für den Schlafbereich eignen sich eher ruhige Farben, während einzelne kräftige Akzente im Spielbereich für mehr Kontrast sorgen.

Bei Farben für Kinderzimmer sind emissionsarme Produkte für Innenräume eine sinnvolle Wahl. Orientierung bieten geprüfte Umwelt- und Emissionszeichen wie der Blaue Engel, das eco-INSTITUT-Label oder natureplus. Während des Streichens und Trocknens sollten Kinder den Raum nicht nutzen. Anschließend muss der Raum gründlich gelüftet werden.

Flur und Eingangsbereich

Im Flur sind kleine Muster, grafische Bordüren und Schriftzüge besonders praktisch. Auch Nischen oder die Wand hinter einer Garderobe lassen sich mit Schablonen hervorheben.

Da Wände im Eingangsbereich häufiger berührt oder verschmutzt werden, sollte die Grundfarbe reinigungsfähig und ausreichend robust sein. Für stark beanspruchte Flächen sind Innenfarben mit Nassabriebklasse 1 oder 2 häufig geeigneter als empfindliche, rein matte Anstriche.

Küche und Essbereich

Für Küche und Essplatz passen:

  • Kräuter- und Pflanzenmotive
  • kleine geometrische Muster
  • Früchte
  • Schriftzüge
  • Bordüren in einer Essnische

In diesen Bereichen sollten Sie die Reinigungsfähigkeit der Farbe und die Eignung für den konkreten Untergrund beachten. Direkt hinter Herd oder Spüle sowie in Bereichen mit regelmäßigem Spritzwasser gelten zusätzliche Anforderungen.

Bad

Im Bad eignen sich Wandschablonen nur, wenn Farbe und Untergrund für die vorhandene Feuchtigkeit freigegeben sind. Eine gewöhnliche Innenwandfarbe ist nicht automatisch für dauerhaft feuchte Flächen, Duschbereiche oder starkes Spritzwasser geeignet.

Prüfen Sie deshalb die Angaben des Farbherstellers. Für direkt wasserbelastete Flächen sollte die gewählte Beschichtung ausdrücklich dafür vorgesehen sein.

Farbstimmung und Kontrast planen

Das Motiv wirkt abhängig von seinem Kontrast zur Grundfarbe, von der Größe der gestalteten Fläche und vom einfallenden Licht.

Ton-in-Ton-Motive

Bei Ton-in-Ton-Mustern unterscheiden sich Grund- und Motivfarbe nur geringfügig. Diese Gestaltung eignet sich für:

  • große Wandflächen
  • kleine Räume
  • Schlafzimmer
  • minimalistisch eingerichtete Wohnzimmer
  • dezente Bordüren

Ein warmes Off-White mit einem leicht dunkleren Beige oder ein helles Salbei mit einem gedeckteren Grünton wirkt ruhiger als ein starker Komplementärkontrast.

Heller Untergrund mit kräftigem Motiv

Ein kräftiger Farbton auf hellem Grund zieht den Blick an. Diese Kombination passt zu:

  • einer einzelnen Akzentwand
  • großen Tier- oder Pflanzensilhouetten
  • Kinderzimmern
  • Nischen
  • Spielbereichen

Beschränken Sie die Farbpalette möglichst auf wenige abgestimmte Töne. Viele kräftige Farben wirken schnell unruhig, besonders wenn bereits gemusterte Textilien oder Möbel im Raum stehen.

Dunkler Untergrund mit hellem Motiv

Helle Motive auf einem dunklen Untergrund wirken grafisch und deutlich. Eine kleinere Fläche oder eine einzelne Wand verhindert, dass das Muster den gesamten Raum bestimmt. Testen Sie die Kombination zunächst auf einem Stück Karton, denn Farben wirken an der Wand durch Tages- und Kunstlicht oft anders als auf einem kleinen Farbfächer.

Wandschablonen zur Farbzonierung

Mit Schablonen lassen sich Bereiche optisch markieren:

  • Wolken über dem Bett
  • farbige Tiere in der Spielecke
  • ein geometrisches Muster über dem Schreibtisch
  • eine Bordüre am Übergang zwischen zwei Farbfeldern
  • Pflanzenmotive neben einer Leseecke

Die Farbwahl unterstützt dabei die Gestaltung, ersetzt aber keine funktionale Raumplanung.

Das richtige Material für die Schablone

Papier

Papier eignet sich für ein sehr einfaches Motiv und wenige Anwendungen. Es saugt sich schnell mit Farbe voll, wird weich und kann sich verformen. Für präzise Wiederholungen ist es deshalb wenig geeignet.

Pappe und Bastelkarton

Pappe oder stabiler Bastelkarton sind für einfache Einzelmotive eine gute Wahl. Sie lassen sich mit Schere oder Cutter schneiden und sind leicht verfügbar.

Vorteile:

  • geringe Materialkosten
  • einfach zu bearbeiten
  • geeignet für große, klare Formen
  • sinnvoll für ein einmaliges Projekt

Nachteile:

  • saugfähig
  • empfindlich gegenüber Feuchtigkeit
  • weniger haltbar bei vielen Wiederholungen
  • schmale Stege können einreißen

Je ungeübter Sie mit dem Schneiden sind, desto einfacher sollte das Motiv ausfallen. Große Formen mit breiten Verbindungen lassen sich leichter auf die Wand übertragen als filigrane Zeichnungen.

Kunststofffolie

Wiederverwendbare Kunststoffschablonen sind formstabiler und lassen sich nach dem Einsatz reinigen. Sie eignen sich besonders für:

  • Bordüren
  • regelmäßige Muster
  • mehrere Räume
  • filigranere Motive
  • häufige Wiederholungen

Glatte Folien müssen sorgfältig fixiert werden, damit sich die Kanten beim Auftupfen nicht anheben.

Selbstklebende Schablonenfolie

Selbstklebende Folien haften auf einem sauberen, trockenen und fettfreien Untergrund. Sie reduzieren das Verrutschen, dichten die Kanten auf glatten Wänden jedoch zuverlässiger ab als auf grobem Putz oder stark strukturierter Raufaser.

Bei frisch gestrichenen Wänden müssen die Trocknungs- und Wartezeiten des jeweiligen Folien- und Farbherstellers eingehalten werden. Eine pauschale Frist gilt nicht für alle Produkte.

Welche Farbe eignet sich?

Für Wandschablonen kommen je nach Untergrund und Herstellerangabe verschiedene Farben infrage:

  • abgetönte Innenwandfarbe
  • Dispersionsfarbe
  • spezielle Schablonierfarbe
  • Acrylfarbe für kleinere Anwendungen, sofern sie dafür geeignet ist
  • Sprühfarbe für bestimmte Effekte

Für das klassische Auftupfen sollte die Farbe cremig und nicht zu flüssig sein. Dünnflüssige Farbe läuft leichter unter die Schablone. Vor dem ersten Auftrag sollte die Farbe auf einem Stück Karton oder an einer unauffälligen Stelle getestet werden.

Für Kinder- und Schlafräume eignen sich emissionsarme Innenfarben. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass auch wasserbasierte Farben in geringem Umfang flüchtige organische Verbindungen freisetzen können. Lüften Sie deshalb während und nach der Renovierung gründlich.

Nassabriebklasse beachten

Die Nassabriebklasse nach DIN EN 13300 gibt einen Hinweis darauf, wie widerstandsfähig eine Innenfarbe bei feuchter Reinigung ist. Klasse 1 ist die robusteste Kategorie. Bei den Klassen 1 bis 3 gelten nach den in Herstellerinformationen beschriebenen Prüfwerten folgende Schichtdickenverluste:

Nassabriebklasse Schichtdickenverlust im Prüfverfahren
Klasse 1 unter 5 Mikrometer
Klasse 2 5 bis 20 Mikrometer
Klasse 3 20 bis 70 Mikrometer

Für Flure, Küchen, Essbereiche und erreichbare Flächen im Kinderzimmer sind robuste, reinigungsfähige Anstriche häufig sinnvoll. Die Nassabriebklasse allein beschreibt jedoch nicht jede Alltagssituation. Auch Glanzgrad und Farbton spielen eine Rolle. Ebenso beeinflussen Untergrund, Reinigungsmittel und Verarbeitung das Ergebnis.

Werkzeug und Zubehör

Für ein sauberes Ergebnis benötigen Sie:

  • Wandschablone
  • Schablonenpinsel mit kurzen, festen Borsten
  • kleinen Schwamm oder Stupfschwamm
  • passende Wandfarbe
  • flachen Farbbehälter oder Farbwanne
  • Malerkrepp oder Feinkrepp
  • Wasserwaage
  • Meterstab
  • Bleistift
  • Cutter und schnittfeste Unterlage
  • Abdeckfolie oder Malervlies
  • fusselfreies Tuch
  • gegebenenfalls Rakel für selbstklebende Folie

Sprühfarbe erzeugt ein anderes Ergebnis als ein Pinsel oder Schwamm. Sie verteilt Farbpartikel in der Umgebung und erfordert eine sorgfältige Abdeckung, geeignete Schutzkleidung, Handschuhe und ausreichende Lüftung. Für kontrollierte Wandmotive ist das Auftupfen meist einfacher.

Wandschablonen selber machen

Einfache Motive können Sie selbst herstellen. Große Formen sind für den Einstieg geeigneter als Gesichter, sehr dünne Linien oder stark verzweigte Muster.

1. Motiv auswählen und vergrößern

Legen Sie zunächst fest, ob Sie ein Einzelmotiv, eine Bordüre oder ein regelmäßiges Muster gestalten möchten. Berücksichtigen Sie Möbel, Steckdosen, Lichtschalter, Ecken und die Raumhöhe.

Bei einem Wiederholungsmuster sollte die Größe zum verfügbaren Platz passen. Ein Motiv, das an jeder Ecke angeschnitten werden muss, wirkt schnell unruhig.

2. Vorlage aufzeichnen

Übertragen Sie das Motiv auf Pappe, Bastelkarton oder geeignete Folie. Bei geometrischen Formen helfen Lineal und Winkel. Zeichnen Sie bei einem regelmäßigen Muster zusätzlich die Bezugspunkte für den späteren Abstand ein.

3. Motiv ausschneiden

Legen Sie die Pappe auf eine schnittfeste Unterlage und schneiden Sie die Form mit einem scharfen Cutter aus. Arbeiten Sie langsam und vom Körper weg. Schmale Verbindungen zwischen einzelnen Motivteilen sollten ausreichend breit bleiben, damit die Schablone beim Versetzen nicht reißt.

4. Wand vorbereiten

Die Wand muss sauber, trocken, staubfrei und tragfähig sein. Fett, lose Farbreste und abblätternde Stellen beeinträchtigen die Haftung. Unebene oder stark strukturierte Flächen erschweren scharfe Schablonenkanten.

Die Grundfarbe muss vollständig getrocknet sein. Bei selbstklebenden Folien gelten zusätzlich die Angaben des jeweiligen Herstellers.

5. Position markieren

Markieren Sie die gewünschte Position mit Wasserwaage, Meterstab und wenigen Bleistiftpunkten. Für eine Bordüre zeichnen Sie zunächst eine waagerechte Bezugslinie. Bei mehreren Motiven helfen Referenzpunkte an den Ecken der Schablone.

6. Schablone befestigen

Fixieren Sie die Schablone mit Malerkrepp, Feinkrepp oder einer dafür geeigneten Klebehilfe. Selbstklebende Folien werden mit einem Rakel oder einem weichen Tuch von innen nach außen angedrückt.

Die Schablone muss an den Kanten möglichst plan anliegen. Auf rauen Wänden bleibt trotz sorgfältiger Arbeit ein gewisses Risiko für unregelmäßige Ränder. Wählen Sie dort größere Motive mit klaren Formen.

7. Farbe dosieren

Nehmen Sie nur wenig Farbe mit dem Pinsel oder Schwamm auf. Streifen Sie überschüssige Farbe an einem Stück Karton oder auf Küchenpapier ab. Das Werkzeug darf feucht mit Farbe sein, aber nicht tropfen.

8. Farbe senkrecht auftupfen

Tupfen Sie die Farbe senkrecht auf die ausgesparten Flächen. Seitliches Streichen drückt die Farbe unter den Schablonenrand und verursacht Farbunterläufer.

Arbeiten Sie bei Bedarf mit zwei dünnen Schichten. Ein nasser, dicker Auftrag deckt nicht automatisch besser, sondern erhöht das Risiko für Tropfen und unscharfe Kanten.

9. Schablone vorsichtig abziehen

Entfernen Sie die Schablone vorsichtig, solange die Farbe noch nicht vollständig durchgetrocknet ist. So verhindern Sie, dass eine trockene Farbschicht an der Schablone haftet und beim Abziehen ausbricht.

Ziehen Sie die Vorlage möglichst gleichmäßig und ohne seitliche Bewegung von der Wand.

10. Motiv trocknen lassen und korrigieren

Lassen Sie das Motiv vollständig trocknen. Kleine Fehlstellen können Sie anschließend mit einem feinen Pinsel und der Grundfarbe ausbessern. Reinigen Sie die Schablone vor dem nächsten Einsatz, damit eingetrocknete Farbreste die Kanten nicht verformen.

Typische Fehler vermeiden

Farbunterläufer

Farbunterläufer entstehen, wenn Farbe unter den Schablonenrand gelangt. Häufige Ursachen sind:

  • zu viel Farbe am Werkzeug
  • zu dünnflüssige Farbe
  • eine Schablone, die nicht plan anliegt
  • seitliche Pinselbewegungen
  • ein stark strukturierter Untergrund

Tupfen Sie mit wenig Farbe, drücken Sie die Kanten sorgfältig an und testen Sie die Technik vorab.

Verrutschende Schablone

Eine Schablone verrutscht bei unzureichender Fixierung, auf einer feuchten Wand oder durch häufiges Nachpositionieren. Reinigen und trocknen Sie den Untergrund daher. Markieren Sie Referenzpunkte und befestigen Sie große Vorlagen an mehreren Stellen.

Ungleichmäßige Abstände

Bei einer Bordüre oder einem regelmäßigen Muster sollte das Raster vor dem Streichen feststehen. Hilfslinien und Markierungen an den Schablonenecken halten die Abstände gleichmäßig.

Testen Sie mindestens zwei oder drei Wiederholungen auf Karton. So erkennen Sie, ob Motivgröße und Abstand zur Wand passen.

Ausgefranste Kanten

Eingetrocknete Farbe an der Schablone kann die Form verändern. Reinigen Sie wiederverwendbare Folien nach jedem Einsatz entsprechend den Herstellerangaben. Saugfähige Pappe sollte ersetzt werden, sobald sie sich wellt oder an den Kanten aufweicht.

Unpassende Motivgröße

Ein kleines Motiv verliert sich auf einer großen Wand. Ein sehr großes oder dichtes Muster kann einen kleinen Raum überladen. Halten Sie die Schablone zunächst an die Wand und betrachten Sie sie aus mehreren Metern Entfernung.

Zu starker Kontrast

Ein hoher Kontrast lenkt die Aufmerksamkeit auf jede Unregelmäßigkeit. Für den Einstieg ist eine ähnliche Motiv- und Grundfarbe verzeihender. Kräftige Kontraste eignen sich besonders für klare, einfache Formen.

Empfindliche Wandfarbe

Eine matte, wenig robuste Farbe kann durch häufiges Reiben sichtbare Spuren bekommen. Prüfen Sie deshalb vorab, ob die Fläche als waschbar, reinigungsfähig oder scheuerbeständig ausgewiesen ist. Diese Begriffe sind nicht automatisch gleichbedeutend.

Wandschablonen reinigen und schützen

Regelmäßige Reinigung

Für die normale Pflege genügt meist ein weiches, trockenes oder nur leicht feuchtes Tuch. Flecken sollten möglichst früh behandelt werden. Reiben Sie nicht stark, da Pigmente abgetragen oder matte Stellen glänzend werden können.

Beachten Sie folgende Regeln:

  1. Reinigungsmittel zunächst an einer unauffälligen Stelle testen.
  2. Ein weiches, sauberes Tuch verwenden.
  3. Keine scheuernden Schwämme einsetzen.
  4. Keine aggressiven oder stark eingefärbten Reinigungsmittel verwenden.
  5. Die Fläche anschließend nicht durchnässen.

Transparenter Wandschutz

Ein transparenter Schutzüberzug kann sich an stark beanspruchten, glatten Wandflächen lohnen, zum Beispiel:

  • im Flur
  • hinter dem Esstisch
  • im erreichbaren Bereich des Kinderzimmers
  • neben Lichtschaltern
  • hinter einer Garderobe

Der Überzug muss für die vorhandene Wandfarbe und den Untergrund geeignet sein. Prüfen Sie die Verarbeitungshinweise und testen Sie das Ergebnis an einer unauffälligen Stelle. Ein seidenmatter Schutzfilm kann intensive Farbtöne etwas dunkler erscheinen lassen.

Die Trocknungs- und Aushärtungszeiten hängen vom Produkt sowie von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab. Bei einem konkreten Wandschutz geben Hersteller beispielsweise eine Oberflächentrocknung nach etwa vier bis fünf Stunden und die vollständige Reinigungs- und Strapazierfähigkeit nach ungefähr sieben Tagen an. Diese Werte gelten ausschließlich für das jeweilige Produkt unter den genannten Bedingungen.

Praktische Gestaltungsideen

Ton-in-Ton-Blätter im Wohnzimmer

  • Grundfarbe: warmes Off-White
  • Motivfarbe: ein bis zwei Nuancen dunkler
  • Schablone: wiederverwendbare Kunststofffolie
  • Platzierung: hinter dem Sofa oder Sideboard
  • Technik: wenig Farbe und senkrechtes Auftupfen

Das Ergebnis gibt der Wand Struktur, ohne mit Bildern oder Möbeln zu konkurrieren.

Wolken im Kinderzimmer

  • Grundfarbe: helles Blau, gebrochenes Weiß oder zartes Salbei
  • Motiv: mehrere Wolken in unterschiedlichen Größen
  • Schablone: Karton für wenige Motive, Folie für viele Wiederholungen
  • Fixierung: Malerkrepp oder eine geeignete Klebefolie
  • Schutz: transparenter Wandschutz im erreichbaren Bereich, sofern kompatibel

Ordnen Sie die Wolken nicht alle auf derselben Höhe an. Eine lockere Anordnung wirkt natürlicher. Testen Sie die Verteilung zunächst auf Papier.

Geometrische Bordüre im Flur

  • Grundfarbe: helles Grau oder Beige
  • Motivfarbe: gedecktes Blau, Grün oder Terrakotta
  • Schablone: stabile Kunststofffolie
  • Ausrichtung: waagerechte Hilfslinie mit Wasserwaage
  • Farbe: reinigungsfähige Innenfarbe

Beginnen Sie an einer wenig auffälligen Stelle. So fällt eine mögliche Abweichung am Anfang weniger auf.

Regenbogen- oder Schuppenmuster

  • Grundfarbe: Weiß oder sehr helles Beige
  • Motiv: Bögen oder überlappende Schuppen
  • Farbfolge: abgestimmte Pastelltöne oder wenige kräftige Akzente
  • Technik: jede Reihe mit einer eigenen Farbe
  • Vorbereitung: Farbfolge und Abstand auf Karton prüfen

Bei mehreren Farben sollten Sie für jeden Farbton ein eigenes, sauberes Werkzeug verwenden. So bleiben die Übergänge klar.

Meerestiere im Bad

Seesterne, Muscheln und andere Meerestiere passen als einzelne Akzente in ein Bad. Verwenden Sie die Schablonentechnik dort nur auf Flächen, die für den gewählten Anstrich geeignet sind. Direkt an Dusche, Badewanne oder Waschbecken gelten die technischen Vorgaben des Farb- und Untergrundherstellers.

Wandschablonen als Geschenk

Ein Schablonenset eignet sich als Geschenk für Menschen, die ihr Zuhause gern selbst gestalten. Besonders persönlich wird es mit:

  • Motiven für ein Kinderzimmer
  • Buchstaben und Namensvorlagen
  • Pflanzen- oder Tierformen
  • geometrischen Mustern
  • einem kleinen Farb- und Werkzeugset
  • einer Anleitung für Bordüren und Wiederholungsmuster

Aus mehreren Motiven kann eine kleine Geschichte entstehen. Im Kinderzimmer lassen sich beispielsweise Tiere, Landschaften und Sterne zu einer thematischen Wand zusammenstellen.

Häufige Fragen zu Wandschablonen

Eignen sich Wandschablonen für Anfänger?

Ja. Einfache Motive mit breiten Formen und wenigen Farben sind auch für Einsteiger gut umsetzbar. Entscheidend sind eine feste Schablone, wenig Farbe am Werkzeug und senkrechtes Auftupfen.

Welche Schablone ist besser: Pappe oder Kunststoff?

Pappe eignet sich für einfache Einzelmotive und kurze Projekte. Kunststofffolie ist robuster, leichter zu reinigen und für regelmäßige Wiederholungen besser geeignet. Auf stark strukturierten Wänden kann eine flexible Folie an den Kanten trotzdem ungleichmäßig abschließen.

Warum läuft die Farbe unter die Schablone?

Meist liegt die Schablone nicht plan an oder das Werkzeug enthält zu viel beziehungsweise zu flüssige Farbe. Fixieren Sie die Vorlage sorgfältig, streifen Sie überschüssige Farbe ab und tupfen Sie senkrecht.

Wann wird die Schablone entfernt?

Entfernen Sie die Schablone vorsichtig, solange die Farbe noch nicht vollständig durchgetrocknet ist. Die genaue Zeit hängt von Farbe, Schichtdicke, Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab.

Kann ich jede Wandfarbe verwenden?

Nein. Die Farbe muss für den Innenbereich, den Untergrund und die gewünschte Anwendung geeignet sein. Für stark beanspruchte Flächen zählt außerdem die Reinigungsfähigkeit. Bei Kinder- und Schlafräumen sind emissionsarme Produkte sinnvoll.

Sind Wandschablonen im Bad geeignet?

Nur auf Flächen, für die der gewählte Anstrich ausdrücklich freigegeben ist. Für dauerhaft feuchte oder direkt wasserbelastete Bereiche reicht eine gewöhnliche Wandfarbe nicht automatisch aus.

Wie entferne ich ein Schablonenmotiv wieder?

Ein gestrichenes Motiv lässt sich in der Regel durch Überstreichen mit der Grundfarbe verändern. Ob dafür ein oder mehrere Anstriche erforderlich sind, hängt von Farbton, Kontrast und Deckkraft ab. Testen Sie das Überstreichen an einer kleinen Stelle.

Wie werden Wandschablonen sauber?

Kunststoffschablonen reinigen Sie direkt nach der Verwendung nach den Herstellerangaben. Entfernen Sie Farbreste, bevor sie eintrocknen. Pappschablonen sollten ersetzt werden, wenn sie weich, wellig oder an den Kanten beschädigt sind.