Punkte und Zickzack-Muster im Kinderzimmer streichen

Für Punkte oder Zickzack-Muster an einer Kinderzimmerwand genügen zwei Farbtöne, Malerkrepp und etwas Geduld beim Abkleben. Sie müssen weder tapezieren noch schablonieren. Die saubere Kante entsteht beim Abkleben, nicht beim Streichen. Wer das Klebeband gut andrückt und die richtige Sorte wählt, bekommt auch ohne ruhige Hand gerade Linien und runde Punkte hin.

Farben für Punkte und Zickzack wählen

Die Grundregel für Kinderzimmer lautet: Eine Wand mit Muster, die übrigen Wände in einem ruhigen Ton. Das verhindert, dass der Raum unruhig wirkt, und spart Arbeit, weil Sie nur eine Fläche aufwendig gestalten. Für die Musterwand nehmen Sie einen kräftigen Farbton, der zum Rest des Zimmers passt. Zickzack-Linien wirken gut in Gelb, Petrol oder einem warmen Orange. Punkte wirken gut in Pastelltönen oder gedeckten Farben wie Salbeigrün und Altrosa.

Achten Sie darauf, dass die Musterfarbe zur Einrichtung passt. Ein Zickzack in knalligem Rot harmoniert selten mit einem hellen Holzbett und pastellfarbenen Textilien. Wer unsicher ist, malt die Musterfarbe zuerst auf ein Stück Pappe und hält es einige Tage an die Wand. So sehen Sie, wie der Ton bei Tages- und Kunstlicht wirkt, bevor Sie die ganze Fläche streichen.

Die Wand vorbereiten und richtig abkleben

Bevor Sie mit dem Muster beginnen, muss die Wand glatt und staubfrei sein. Füllen Sie Löcher und Risse mit Spachtelmasse, schleifen Sie die Stellen glatt und wischen Sie die Fläche mit einem leicht feuchten Tuch ab. Auf unebenen oder staubigen Wänden haftet das Klebeband nicht überall, und die Farbe läuft darunter.

Für saubere Kanten verwenden Sie ein glattes Malerkrepp, zum Beispiel Goldband, statt des üblichen Kreppbands. Das glatte Band schließt an den Rändern dichter ab, sodass keine Farbe darunterläuft. Es hinterlässt auch dann keine Klebereste, wenn es einige Tage auf der Wand bleibt, und lässt sich rückstandsfrei abziehen. Das ist besonders bei Zickzack-Mustern praktisch, weil Sie dort viele einzelne Bahnen kleben und die Farbe dazwischen trocknen lassen müssen.

Das Klebeband drücken Sie mit dem Finger oder einem Spachtel fest an, besonders entlang der Kante, an der später gestrichen wird. Eine lose Stelle genügt, damit Farbe unter das Band kriecht und die Linie unsauber wird. Schneiden Sie das Band mit einem Cuttermesser ab oder reißen Sie es gerade ab. So bleibt die Kante sauber.

Punkte mit einer Schablone oder freihändig streichen

Für Punkte haben Sie zwei Möglichkeiten: eine gekaufte Punktschablone oder das freihändige Aufmalen mit einem Pinsel. Die Schablone aus dünnem Kunststoff oder Pappe wird mit Malerkrepp an der Wand fixiert, die Farbe tupfen Sie mit einem Schwamm oder einem kleinen Farbroller auf. Drücken Sie den Schwamm nicht zu fest, sonst läuft Farbe unter die Schablone. Heben Sie die Schablone erst ab, wenn die Farbe leicht angetrocknet ist, und setzen Sie sie für den nächsten Punkt neu an.

Freihändig malen Sie Punkte am besten mit einem runden Pinsel in der gewünschten Größe. Tauchen Sie den Pinsel in die Farbe, tupfen Sie überschüssige Farbe auf einem Tuch ab und setzen Sie den Pinsel mittig auf die Wand. Drehen Sie ihn dabei einmal um die eigene Achse, dann entsteht ein gleichmäßiger Kreis. Üben Sie zuerst auf einem Stück Pappe, bis Sie ein Gefühl für den Druck und die Farbmenge haben.

Für ein gleichmäßiges Raster markieren Sie sich die Punktpositionen vorher mit Bleistift und Wasserwaage. Ein Abstand von etwa einer Punktbreite zwischen den Rändern wirkt ruhig, ein größerer Abstand lässt die Wand luftiger erscheinen. In einem kleinen Zimmer verteilen Sie die Punkte eher sparsam, in einem großen Raum dürfen sie dichter sitzen. Wer ein versetztes Muster möchte, verschiebt jede zweite Reihe um den halben Abstand, das ergibt das typische Punktraster.

Zickzack mit Klebeband und Wasserwaage

Beim Zickzack-Muster entscheidet die Vorbereitung über das Ergebnis. Sie kleben die Linien nicht frei nach Gefühl, sondern messen sie mit der Wasserwaage an. Beginnen Sie oben an der Wand und zeichnen Sie die Zacken mit Bleistift vor. Dafür setzen Sie die Wasserwaage schräg an, sodass die Linie in einem schrägen Winkel verläuft, und ziehen eine dünne Markierung. Die zweite Linie setzt am Ende der ersten an und läuft in die Gegenrichtung, bis ein Zickzack entsteht.

Auf diese Bleistiftlinien kleben Sie das Malerkrepp. Wichtig ist, dass das Band genau entlang der Linie verläuft und an den Ecken sauber umknickt. An den Spitzen des Zickzacks schneiden Sie das Band mit einem Cuttermesser ein, damit es sich sauber um die Ecke legen lässt, ohne zu falten. Drücken Sie die Kanten fest an, dann streichen Sie die Fläche oberhalb oder unterhalb des Bandes mit der Musterfarbe.

Lassen Sie die erste Farbschicht vollständig trocknen, bevor Sie das Band abziehen. Ziehen Sie es langsam und in einem flachen Winkel von der Wand ab, dann bleibt die Kante scharf. Wenn Sie das Band zu früh abziehen, verschmiert die frische Farbe. Lassen Sie es zu lange sitzen, lässt es sich bei glattem Malerkrepp zwar trotzdem gut entfernen, aber das Risiko steigt, dass Farbe abplatzt.

Fehler vermeiden: Die häufigsten Stolperfallen

Der häufigste Fehler ist zu viel Farbe auf dem Pinsel oder der Rolle. Dicke Farbschichten laufen eher unter das Klebeband und bilden an der Kante einen Wulst. Streichen Sie dünn und lassen Sie die erste Schicht trocknen, bevor Sie eine zweite auftragen. Zwei dünne Schichten decken besser als eine dicke und ergeben eine glattere Kante.

Ein zweiter Fehler ist das Abkleben auf frisch gestrichenen Wänden. Die Grundierung oder der Anstrich muss vollständig durchgetrocknet sein, sonst zieht das Klebeband beim Abziehen die Farbe mit ab. Planen Sie daher einen Tag Puffer zwischen dem Grundanstrich und dem Aufbringen des Musters ein.

Der dritte Punkt ist die Wahl des Klebebands. Normales Kreppband aus dem Baumarkt ist günstig, aber es schließt an rauen Wänden nicht dicht genug ab. Wenn Sie auf einem Putz mit feiner Struktur arbeiten, nehmen Sie das glatte Goldband, das sich den Unebenheiten besser anpasst. Es kostet etwas mehr, spart aber das mühsame Ausbessern von ausgelaufenen Kanten.