Posterwand im Kinderzimmer ruhig halten
Eine Posterwand ist eine Wandfläche, an der das Kind Bilder, Ausdrucke und eigene Kunstwerke aufhängt. Kinder ändern ihren Geschmack: Alle paar Monate kommt ein neues Motiv dazu, und ohne feste Ordnung wird die Wand schnell zum bunten Durcheinander. Ruhig bleibt sie, wenn die Struktur feststeht und nur der Inhalt wechselt. Diese Struktur geben Rahmen, eine Bilderleiste oder ein festes Raster. Der Platz im Raum bestimmt, ob die Wand ruhig oder unruhig wirkt.
Rahmen geben der Wand Struktur
Der schnellste Weg zu einer ruhigen Wand: Jedes Bild bekommt einen Rahmen. Der Rahmen bleibt gleich, das Motiv darf wechseln. Am ruhigsten wirkt eine Wand, wenn alle Rahmen dieselbe Farbe haben, etwa Weiß, Schwarz oder Naturholz. Unterschiedliche Formate fallen dann weniger auf, weil die Rahmen die Wand zusammenhalten.
Praktisch sind Rahmen, die sich vorne öffnen lassen, sogenannte Cliprahmen. Sie schieben das Poster ohne Werkzeug hinein und tauschen es aus. Ein Passepartout, ein Karton mit ausgeschnittenem Fenster, setzt kleine Blätter in Szene und gibt der Wand Luft. Gerade bei Kinderzeichnungen wirkt der weiße Rand ruhiger als das Blatt direkt im Rahmen.
Bilderleisten erleichtern den Wechsel
Eine Bilderleiste ist ein schmales Regal an der Wand, auf dem die Rahmen stehen und schräg an die Wand lehnen. Der Vorteil zeigt sich beim Wechsel: Das Kind lehnt ein neues Bild einfach auf die Leiste, ohne Nägel, Klebeband oder Werkzeug. Weil alle Bilder auf einer Linie stehen, sieht die Wand auch mit verschiedenen Motiven geordnet aus.
Die Leiste muss fest in der Wand sitzen, damit die Rahmen nicht herunterfallen. Verwenden Sie Dübel und passende Schrauben für die Wandart und folgen Sie der Anleitung des Herstellers. Eine Alternative ist die Bilderschiene, eine Schiene an der Oberkante, an der die Bilder an Schnüren hängen. Die Bilder lassen sich auf der Schiene verschieben, ohne neue Löcher zu bohren.
Das Raster hält die Ordnung
Das strengste Mittel ist ein festes Raster. Sie legen einmal fest, wo die Bilder hängen, und ändern nur das Motiv. Messen Sie die Abstände mit der Wasserwaage und zeichnen Sie die Positionen mit einem Bleistift an. Jedes neue Bild kommt in denselben Rahmen an derselben Stelle. Wenn alle Rahmen gleich groß sind, entsteht ein ruhiges Rechteck. Sind die Formate gemischt, richten Sie die Oberkanten auf einer Linie aus. Der Abstand zwischen den Rahmen bleibt immer gleich. Dadurch wirkt die Wand auch mit wechselnden Motiven ruhig.
Der richtige Platz im Raum
Der Platz der Posterwand entscheidet mit, ob der Raum ruhig wirkt. Hängen Sie die Wand nicht direkt über das Bett, schwere Rahmen können herunterfallen, wenn das Kind sich im Schlaf bewegt. Besser geeignet ist die Wand am Schreibtisch oder an der Lese- und Spielecke, dort sieht das Kind die Bilder jeden Tag. Hängen Sie die Bilder auf Augenhöhe des Kindes, nicht auf Ihre eigene. Lassen Sie rund um die Posterwand einen freien Rand, dann wirkt die Fläche wie ein bewusst gesetztes Bild an der Wand. Liegt die Wand gegenüber einem großen Fenster, bleicht die Sonne die Poster mit der Zeit aus, ein Platz an einer Seitenwand schont die Motive.
Eine Wechselregel festlegen
Die Ordnung hält nur, wenn der Wechsel selbst eine Regel hat. Legen Sie mit dem Kind eine feste Zahl von Bildern fest, die die Wand trägt. Kommt ein neues Motiv dazu, wandert ein altes in eine Kiste oder einen Ordner. Das Kind wählt selbst, welches Bild den Platz abgibt. So bleibt die Zahl der Bilder konstant und das Raster der Wand intakt. Die Wechselbilder gehören in die Kiste, dann liegt nichts lose herum und die Wand bleibt übersichtlich.