Wandschablonen fürs Kinderzimmer

Mit Wandschablonen gestalten Sie ein Kinderzimmer zu einer Erzählwelt, ohne zeichnen oder malen zu können. Eine Wandschablone ist eine dünne Folie mit ausgestanzten Motiven. Sie legen sie an die Wand, tragen Farbe auf und nehmen die Folie wieder ab. Zurück bleibt ein sauberes Motiv. Das Verfahren ist günstig und schnell. Kombinieren Sie mehrere Motive, entsteht eine zusammenhängende Geschichte.

Die zwei Schablonenarten

Es gibt zwei Arten von Wandschablonen, und die Wahl hängt davon ab, wie oft Sie ein Motiv verwenden möchten.

Selbstklebende Schablonen ähneln Wandtattoos. Sie werden mit einer Transferfolie auf die Wand gebracht, haften dort und lassen sich nach dem Bemalen abziehen. Diese Schablonen sind nur einmal verwendbar, weil sie beim Ablösen ihre Klebekraft verlieren. Sie eignen sich für einzelne Motive, die Sie genau einmal an einer Stelle brauchen.

Nichtklebende Kunststofffolien haben keinen Kleberand. Sie halten durch die Spannung der Folie oder werden mit Malerkrepp fixiert. Weil sie von beiden Seiten nutzbar sind, verwenden Sie sie für wiederkehrende Motive, etwa wenn Sie eine Reihe von Sternen oder Blättern über die Wand ziehen möchten.

Eine Szene planen

Bevor Sie Farbe anrühren, legen Sie fest, welche Geschichte die Wand erzählen soll. Ein Wald mit Tieren, eine Burg mit Drachen, ein Unterwasserbild mit Fischen: Die Motive sollten zueinanderpassen und eine Reihenfolge haben. Eine einfache Möglichkeit ist, die Szene an der Tür zu beginnen und am Bett enden zu lassen. So entsteht ein Erzählbogen, den das Kind jeden Abend vor dem Einschlafen sieht.

Platzieren Sie die Motive auf Augenhöhe des Kindes, nicht auf Ihrer eigenen. Ein Kind, das im Bett liegt, sieht die Wand anders als ein Erwachsener, der im Raum steht. Messen Sie die Höhe mit einem Bleistift an, bevor Sie die erste Schablone anlegen.

Bunte Tiermotive laden Kinder dazu ein, eigene Geschichten zu den Figuren zu erfinden. Wenn Sie mehrere Tiere in einer Szene anordnen, etwa einen Fuchs, der zu einem Baum läuft, gibt das dem Kind einen Anlass, die Handlung weiterzuspinnen.

Material und Vorbereitung

Sie brauchen nicht viel: die Schablonen, Wandfarbe in den gewünschten Farben, einen Schwamm oder eine runde Stupfbürste, Malerkrepp und einen Bleistift. Für größere Flächen, die Sie einfärben möchten, kommt zusätzlich ein Farbroller in Frage.

Tragen Sie die Farbe in dünnen Schichten auf. Ein vollgesogener Schwamm drückt Farbe unter die Schablonenkante und macht das Motiv unscharf. Tupfen Sie die Farbe lieber ab, statt sie zu streichen. Bevor Sie an die Wand gehen, testen Sie die Technik auf einem Stück Pappe oder auf einer Restwand. So sehen Sie, wie viel Farbe der Schwamm aufnehmen darf, ohne dass etwas verläuft.

Schablonieren Schritt für Schritt

Legen Sie die Schablone an die vorgesehene Stelle und fixieren Sie sie. Bei selbstklebenden Schablonen drücken Sie die Kanten gut an, damit keine Farbe darunterläuft. Bei Folien ohne Kleberand hilft Malerkrepp an den Rändern.

Tupfen Sie die Farbe mit dem Schwamm auf, immer von außen nach innen. Arbeiten Sie in dünnen Schichten und lassen Sie jede Schicht kurz antrocknen, wenn Sie kräftigere Farben wünschen. Ziehen Sie die Schablone ab, wenn die Farbe noch feucht ist, aber nicht mehr verläuft. Warten Sie, bis das Motiv vollständig getrocknet ist, bevor Sie die nächste Schablone daneben anlegen.

Ein häufiger Fehler ist, die Schablone zu früh abzunehmen. Die Farbe verschmiert dann. Nehmen Sie sie erst ab, wenn die Oberfläche nicht mehr glänzt.

Saubere Kanten mit Malerkrepp

Für größere Farbflächen, die eine Szene einrahmen, lohnt sich eine einfache Technik ohne Schablone. Zeichnen Sie die Form mit einem Bleistift an die Wand, etwa eine Haussilhouette für einen Spielbereich. Kleben Sie die Außenkanten mit Malerkrepp ab und streichen Sie die Fläche aus. Das Krepp sorgt dafür, dass die Farbe an der Kante sauber endet und nicht unter die Linie läuft.

Verzichten Sie nicht auf das Abkleben. Ohne Malerkrepp bekommen Sie unsaubere Kanten, und die Silhouette wirkt unfertig. Das Krepp ziehen Sie ab, solange die Farbe noch feucht ist, sonst reißt die Farbschicht an der Kante mit.

Farben und Motive wählen

Die Farbwahl bestimmt die Stimmung der Szene. Ein heller, zurückhaltender Hintergrund lässt die Motive zur Geltung kommen. Kräftige Farben setzen Akzente, etwa bei einer Haussilhouette oder einem großen Baum. Wenn Sie mehrere Farben verwenden, halten Sie sich an eine abgestimmte Palette, damit die Wand nicht unruhig wirkt.

Lassen Sie das Kind bei der Motivwahl mitentscheiden. Ein Kind, das einen Drachen oder ein Einhorn ausgesucht hat, wird die Szene anders erleben als eines, dem die Motive vorgegeben wurden. Die Wandgestaltung gibt dem Kind einen Anlass, eigene Geschichten zu erfinden.