Eine waagerechte Linie teilt die Wand in zwei Farbzonen. Im Kinderzimmer passt unten oft ein gedeckter, etwas dunklerer Ton: Er gliedert die Wand, markiert eine Spielecke und setzt einen kräftigen Akzent. Oben und an der Decke hält ein heller Ton den Raum freundlich.
Wie stark die dunkle Zone wirkt, hängt auch davon ab, wie groß sie ist und welchen Farbton Sie wählen. Das Licht im Zimmer spielt ebenfalls eine Rolle. In kleinen oder wenig hellen Zimmern kann eine große dunkle Fläche schnell schwer wirken. Probieren Sie deshalb die geplante Höhe und die Farbtöne vor dem Streichen direkt an der Wand aus.
Wann dunkle Farbe unten passt
Unten an der Wand entstehen im Familienalltag häufiger Schrammen und Flecken. Ein kräftigerer Farbton lässt kleine Spuren manchmal weniger auffallen. Er macht die Wandfarbe aber nicht automatisch strapazierfähiger oder leichter zu reinigen. Wie gut sich die Wand reinigen lässt, hängt auch von der Farbe ab. Prüfen Sie auf dem Farbeimer, für welche Räume und Oberflächen sie geeignet ist.
Eine dunklere Zone eignet sich außerdem, wenn Sie einen Bereich sichtbar abgrenzen möchten, etwa die Spielecke oder den Platz neben dem Bett. Richten Sie die Farblinie dann an einem Möbelstück oder am gewünschten Ende des Bereichs aus. Dunkelblau, Petrol oder ein gedecktes Grün setzen im ausgewählten Bereich einen deutlichen Akzent. Dafür müssen Sie nicht alle Wände kräftig streichen.
Helle Farben oben halten das Zimmer freundlich
Lassen Sie den oberen Wandbereich und die Decke hell. So bleibt der Gesamteindruck leicht, auch wenn die Wand unten einen kräftigeren Ton erhält. Für eine ruhige Kombination eignen sich gedeckte Farben wie Salbei, Altrosa, warmes Blau oder Sand. Bei einer Ton-in-Ton-Kombination ist eine Farbe etwas dunkler als die andere. Das wirkt meist ruhiger als ein starker Hell-Dunkel-Kontrast.
Stimmen Sie die Farben auf Boden, Möbel und Textilien ab. Greifen Sie den unteren Wandton zum Beispiel mit einem Kissen oder einer Aufbewahrungsbox wieder auf. So passt die Farbteilung besser zur Einrichtung. Sehr dunkle oder grelle Farben prägen den Raum auf einer großen Fläche stärker. Eine bestimmte Wandfarbe sorgt nicht nachweislich für besseren Schlaf oder mehr Ruhe; berücksichtigen Sie bei der Wahl das Licht und die Einrichtung und richten Sie sich auch nach Ihrem persönlichen Geschmack.
Die Höhe der Farbteilung festlegen
Die Farblinie muss nicht genau in der Mitte liegen. Orientieren Sie sich an der Fensterbank, der Oberkante eines Betts oder einer Kommode. Bei hohen Räumen kann eine Teilung ungefähr auf einem Drittel der Raumhöhe ein guter Ausgangspunkt sein, bei niedrigen Räumen ungefähr auf einem Viertel. Das sind Gestaltungsrichtwerte, keine festen Regeln.
Markieren Sie die geplante Linie zunächst mit Malerkrepp oder einer Schnur. Prüfen Sie von verschiedenen Stellen im Zimmer aus, ob die Höhe zu Fenstern und Möbeln passt. So sehen Sie vor dem Streichen, ob die dunkle Zone zu dominant wirkt oder die gewünschte Ecke klar hervorhebt.
Eine saubere Farbkante streichen
Streichen Sie zunächst die Wand im helleren Grundton und lassen Sie die Farbe trocknen. Markieren Sie danach die Teilung mit einer Wasserwaage und kleben Sie die Linie sorgfältig ab. Drücken Sie das Malerkrepp fest an, besonders an der Kante. Streichen Sie entlang des Klebebands zuerst noch einmal mit dem hellen Grundton. Lassen Sie die Farbe trocknen. So läuft beim nächsten Anstrich weniger dunkle Farbe unter das Band.
Tragen Sie anschließend die dunklere Farbe auf. Ziehen Sie das Klebeband ab, solange der letzte Anstrich noch leicht feucht ist. Beachten Sie dabei die Hinweise auf dem Klebeband und dem Farbeimer. Ist der Anstrich vollständig trocken, franst die Farbkante beim Abziehen eher aus.