Kinderzeichnungen ordentlich und wechselbar aufhängen

Kinderzeichnungen fallen schneller an, als eine Wand Platz bietet. Wer die Blätter nicht im Ordner sammeln will, hängt sie auf. Dafür gibt es drei Systeme: eine Bilderleiste mit Clips, einen Wechselrahmen mit Frontöffnung oder eine schmale Standleiste, auf der die Blätter stehen. Alle drei Varianten lassen sich in wenigen Minuten wechseln. Das Kind kann beim Umhängen mitentscheiden.

Bilderleiste, Wechselrahmen oder Ablage

Bilderleiste mit Clips. Eine Leiste mit Metallclips hält die Blätter oben fest, das Papier hängt frei herunter. Neue Werke hängen Sie in Sekunden auf, ohne einen Rahmen zu öffnen. Die Leiste befestigen Sie je nach Wand mit Schrauben oder starken Klebestreifen. Für sehr harte Wände wie Beton, die sich schwer bohren lassen, gibt es Aufhängesysteme mit Klebemontage, die ganz ohne Bohren auskommen. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob das System zu Ihrem Wandbelag passt. Kinder können bei dieser Variante gut mithelfen, weil kein Rahmen im Weg ist und sie das neue Blatt einfach einklemmen können.

Wechselrahmen mit Frontöffnung. Ein Wechselrahmen öffnet sich vorne, sodass Sie das Blatt wechseln, ohne den Rahmen von der Wand zu nehmen. Das Bild sitzt hinter Glas oder Folie und wirkt dadurch aufgeräumter als freihängendes Papier. Der Wechsel dauert etwas länger als bei Clips, dafür bleibt die Wand ruhig und symmetrisch. Diese Variante passt gut, wenn Sie eine feste, übersichtliche Galerie mit wenigen Bildern möchten.

Schmale Leiste zum Aufstellen. Eine schmale Leiste, auf der die Blätter stehen und sich an die Wand lehnen, erlaubt Überlappungen. Sie können mehrere Bilder hintereinander stellen, und die Galerie wirkt dynamisch, weil Formate und Höhen variieren dürfen. Diese Variante eignet sich für eine lange Wand im Flur oder über einer Kommode, wo Sie nach Lust und Laune umsortieren können.

So bleibt die Wand ordentlich

Für eine ordentliche Galerie zählt die Anordnung mehr als die Anzahl der Bilder. Fangen Sie mit einem Platz an, der täglich sichtbar ist, etwa im Flur oder neben dem Esstisch. Hängen Sie dort zunächst nur wenige Blätter und lassen Sie zwischen ihnen gleichmäßige Abstände. Wenn Sie verschiedene Formate kombinieren, richten Sie die oberen Kanten an einer gemeinsamen Linie aus oder gruppieren Sie große und kleine Bilder bewusst.

Kleine Karten mit Titel und Datum runden die Galerie ab. Ein Blatt mit der Aufschrift „Mama und ich im Park, Juni" wirkt sofort wie eine kleine Ausstellung und hilft später beim Sortieren. Solche Karten gibt es als Zusatz zu manchen Aufhängesystemen, Sie können sie aber auch selbst aus festem Papier schneiden und mit einem Clip am Bild befestigen.

Wechseln als Ritual

Bestücken Sie die Galerie einmal im Monat neu. So bleibt die Wand lebendig, ohne dass Sie ständig umhängen müssen. Nehmen Sie sich dafür gemeinsam mit dem Kind Zeit. Es darf entscheiden, welches Bild abgehängt wird und welches neu dazukommt. Das Gespräch über die Bilder wird dabei zum Ritual. Das Kind erlebt, dass seine Ideen zählen.

Fotografieren Sie die Wand nach jedem Umhängen. So entsteht nebenbei ein Jahresrückblick, der bleibt, auch wenn die Originale irgendwann vergilben oder verloren gehen. Die Fotos können Sie am Jahresende ausdrucken oder in einem Ordner auf dem Computer sammeln.

Bilder für später bewahren

Die Wand kann nicht alles zeigen. Was abgehängt wird, muss nicht im Papierkorb landen. Einmal im Jahr lohnt es sich, aus den Bildern des Jahres einige Lieblingswerke auszuwählen, sie abzufotografieren und mit kurzen Notizen zu versehen. Daraus entsteht ein Fotobuch, das die Entwicklung des Kindes zeigt, ohne dass Sie jeden Zettel aufheben müssen.