Theatermaler

Bühnenmalerei

Theatermalerei dient der Gestaltung des Bühnenbildes und ist als dekorative Malerei meist darauf ausgerichtet, die lokalen und zeitlichen Zusammenhänge auf der Bühne zu visualisieren. Sie setzen die Bühnenbilder in der im jeweiligen Theater üblichen Masse um. Die Theatermalerei ist eine angewandte Malerei, die ihren Ursprung in der szenischen Dekoration des antiken Theaters hat. Herzlich Willkommen auf der Website der Theatermaler! Bühnenmaler: Umfassende Informationen zum Berufsbild, zu Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Theatergemälde

Theatralische Malerei ist eine Bühnenbildgestaltung und als dekorative Malerei in der Regel darauf ausgerichtet, die lokalen und temporären Kontexte auf der Theaterbühne zu visualisieren. Ziel ist es, die Bestandteile einer Oper, eines Theaters oder Balletts malerisch zu verbinden, die für den Zuschauer zu einem Ganzen werden. Neben der Herstellung von großformatigen Gemälden auf Stoffen (sog. Bühnenbroschüren) ist es die Arbeit der Theatermaler, aber auch das Malen von Skulpturen, Props, Holzhintergründen und vielem mehr.

Theatralische Malerei ist wahrscheinlich so uralt wie das gesamte Europa, das im alten griechischen Stil im sechsten Jh. v. Chr. entstanden ist. In den damaligen Kinos und Schauplätzen der Römer berichten der junge und der junge Vitrus. In dieser Form der Bühne wurde die Hochkunst der Perspektivdarstellung von Renaissancekünstlern genutzt, um dem Publikum die Vorstellung eines raumgreifenden Bühnenbildes zu vermitteln.

Die Bühnenpassagen zwischen Vorder- und Rückbühne wurden mit lackierten Geweben auf Holzrahmen ausgestattet, um die Raumwirkung einer perspektivischen Inszenierung für das Publikum zu komplettieren. Der seit der Frührenaissance favorisierte zentrale Blickwinkel der Kunst findet seinen Weg in die unaufhaltsame Weiterentwicklung der Bühnenmalerei. So wird auch Philippo Buñelleschi (1377-1446) als Pionier der Bühnenmalerei erwähnt.

Diese zentrale Flüchtpunktperspektive diente der Vorstellung eines in die Endlosigkeit stürmenden Fluchtpunkts, mit dem zum Beispiel die Auswirkungen von Schluchten in Häusern beeindruckend dargestellt und übertrieben werden. Natürlich wurden diese steifen Dekorelemente mit malerischen, landschaftlich oder architektonisch anmutenden Motiven gemalt. Bei der Herstellung eines Bühnenbilds müssen viele, oft unkonventionelle Stoffe lackiert werden.

Die Bühnenbroschüren werden bühnentechnisch an die Züge angehängt und können so nach oben in das Blickfeld der Besucher auf der Tribüne verschoben werden. Aber nicht nur diese so genannte "Floppy-Dekorteile" müssen lackiert werden, sondern auch "starre" wie z.B.: Szenen, Bühnenbilder (z.B. ein Holzbusch mit einem klappbaren Gestell auf der Rückseite), Skulpturen der Theaterbildhauer, Props und viele mehr.

Seit der Theatermaler eine Vielfalt von Gardinen auf der Theaterbühne malt, sind seine Verfahren so vielseitig und besonders wie die Gewebe und anderen Materialen, mit denen er arbeiten muss. Es gab und gibt lange Zeit - und immer noch - unausgesprochene Verfahren, die zum Berufgeheimnis von Theatermalern gehörten und schwierig zu lernen sind; damals wurde oft gesagt, "die mit den Händen zu stehlen waren".

Generell bekannte Verfahren sind in der Freikunst ebenso verbreitet wie die Alla-Prima-Malerei (einlagig gemalt) und die Glasurtechnik (mehrschichtig gemalt). Letzteres wird sehr oft in der Bühnenmalerei verwendet; nicht von ungefähr bemalt der Theatermaler seine großen "Leinwände" auf dem Untergrund. Zuerst wird das Bild als Gemälde mit Hilfe von Kohlestäben (ein Kohlestück auf dem Langstab ), die auf dem Grundierungsgrund des Gewebes aufliegen, gezeichnet.

Hier kann man bereits eine plastische Wirkung der Bemalung erzielen, indem man Flächen, die mehrfach abgedunkelt werden müssen, verglast. Dieser Prozess, der dazu diente, seine vorläufige Zeichnung zu präzisieren und auf dem Hintergrund des Bildes "einzufangen", wird Sinterung genannt. Bei großformatigen Gemälden, die meist in der Oper zu finden sind, ist es sinnvoll, die Kohlenvorzeichnung mit einer schwer geklebten Glasur mit einer Sprühpistole zu befestigen.

Dabei wird die grobkörnige Struktur der Imprimatur, die auch in der anschließenden Lasurlackierung beibehalten wird, mit einem Sprühbild kombiniert, sofern eine Sprühpistole verwendet wird. Er ist neben seinem künstlerischen Können auch ein Kunstmaler, der unter anderem aus den Materialien Naturstein, Mamor, Metall, Edelstahl, Rost und Patinierung besteht. Von der Bierglasur bis zur Marmorierung "Wrap" oder "Beat" der Holzmaserung gibt es für jede Nachahmung unterschiedliche Verfahren und Tricks.

Wie bei allen Theaterbildern kommt es aber vor allem auf die Wirkung aus der Ferne an, denn derjenige, der das Kunstwerk auf der Theaterbühne sieht, ist in der Regel acht Metern Entfernung. Das Berufsbild der Bühnemalerei wird immer noch als Theatergemälde bezeichnet. Drei renommierte berufsbildende Schulen gibt es in Deutschland: eine in Hamburg, eine in Hamburg, eine in Essen und eine in Baden-Baden.

Die Hochschule für Bildende Künste bietet als einziger in Deutschland den Lehrgang an. Ein Portfolio künstlerischer Arbeiten als Antrag ist sowohl für den Lehrgang als auch für die meisten Ausbildungsfirmen eine unabdingbare Vorraussetzung. Die Theatermaler sind meist an Staats- und Stadttheatern und Opernbühnen tätig, ihr Arbeitsort ist der Malsalon.

Zunehmend gibt es aber auch eigenständige Dekorationsbetriebe oder Studios, in denen freiberufliche Bühnen-, Kunst- oder Dekormaler tätig sind. Bühnenbildner werden auch in der Filmproduktion eingesetzt, um das Bühnenbild mit ihren Bildern auszustatten. Grössere Bestände der historischen Bühnenmalerei sind in der Bundesrepublik im Theater-Museum Meiningen (Dekorationen aus der Tournee 1874-1890 ) und im Konzertsaal im Ravensburger Rathaus (Dekorationen des Hofmalers von 1902-1910, Stuttgart, Wilhelm Platert ) aufbewahrt worden.

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