Putztechniken Wand Innen

Verputztechnik Wand innen

Wandputz - gestalten Sie die Oberfläche mit dekorativen Putztechniken. Der Nachhaltigkeit von Baustoffen und der handwerklichen Individualität von Wandverkleidungen kommt eine immer größere Bedeutung zu. Bei Neubauten bieten wir Innenputz an. Designputze werden auch als Innenputze eingesetzt. So spielen Wandflächen eine wichtige Rolle in der Innenarchitektur: als subtile Verwandlungskünstler oder als markanter Blickfang.

Maler- und Putztechniken für Wände und Böden

Ein ungebrochener Aufwärtstrend hin zu außergewöhnlicher Wand-Gestaltung. Farbe, ausgefallene Technik und qualitativ hochstehende Werkstoffe sind bei Wänden im Innenbereich gefragt wie nie zuvor; das Gleiche trifft auch auf die Gestaltung des Bodens zu. Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten erstreckt sich von der "einfachen Malerei" mit Linden- oder Silikatfarbe, gelockert durch glasierte, gefleckte oder gewundene Multicolorierungen, über Kalkglättungstechniken bis hin zu Marmor-Effektfüllungen mit matten oder glänzenden Oberflächen.

"Bereits in der römisch-griechischen Geschichte gilt eine weiche, leicht gegliederte Fläche als höchst mögliche Perfektion in der Wand. Längst vergessen und wiederentdeckt für eine hochwertige Gestaltung der Wände. Weil diese Technologie aufgrund ihrer natürlichen Ästhetik besonders für den Einsatz in modernen, repräsentativen Räumen prädestiniert ist", erklärt Dipl.Ing. Dr. med. Dorothee Friedrich von Dr. med. Dracholin GmbH aus Detzingen.

So geht zum Beispiel die Marmara-Kalkglättungstechnik von Marmolin auf die klassischen Überlieferungen zurück, wurde aber nach modernsten Gesichtspunkten und Wünschen der Kunden weiterentwickelt. Auch bei der Gestaltung der Wände sollte man besonders auf den Lehmputz achten. Ein fugenloser Fußboden aus einer Mineralfüllmasse mit speziellen Additiven, der in verschiedenen Farbtönen gemischt werden kann, stellt die Firma Kosmato vor.

Durch die geringe Schichtstärke bietet sich auch für die Sanierung von Altböden eine sehr gute Eignung, da sie auf den unterschiedlichsten Untergründen - z.B. Platten - eingesetzt werden kann. In der gleichen Weise kann das Produkt auch auf dem Fußboden und an der Wand verwendet werden. Zusätzlich zur gestalterischen Attraktivität sind diese Erzeugnisse auch für ein gutes Klima zu haben.

Zugleich sorgt ihre große Alkalinität für eine gute Hygiene im Raum - Pilze, Keime etc. haben an der Wand keine Chancen. Auch eine so konzipierte Fläche kann in besonderer Weise Feuchte absorbieren und freisetzen - ein für ein gutes Klima unerlässlicher Faktor. s: weitere Informationen: s: ausgesuchte Botschaften:

Geschichtliche Verputztechniken

Von Rap, Ginster, Kamm

Im Zuge des Übergangs vom Holz- zum Natursteinbau wurden verschiedene Putzsorten für Kirche, Schloss und Stadthaus geschaffen. Es wurden verschiedene Verputztechniken eingesetzt, vor allem an historisch geprägten Bauten. Dabei waren die individuellen Vorgehensweisen von Region zu Region sehr verschieden und abhängig von den Ideen der Bauherrn und des Bauherrn. Am Ende des neunzehnten Jahrhundert wurde zunehmend Beton als Binder verwendet.

Zu Beginn des 20. Jh. wurde so genannter "Feinputz" verwendet, der in großen Stückzahlen auf die Baustelle angeliefert und von der Baumaterialindustrie vormontiert wurde. Bis Ende des neunzehnten Jahrhundert wurden Kalksorten mit oder ohne hydraulische Komponenten und teilweise auch Gipse, Ton oder auch Anhydrite als Binder verwendet. Zu Beginn des 20. Jh. wurde wegen seiner hohen Steifigkeit zunehmend Beton verwendet.

In dieser Zeit gab es keine regulierten Standards für Pflaster, so dass sie sehr verschiedene Zusammensetzungen hatten. Das Mischungsverhältnis war von unterschiedlichen Einflussfaktoren abhängig. Sie haben unter anderem die lokale Bautradition, die Beschaffenheit der Pflaster und die zu erreichende Putzfläche beeinflusst. Durch die unterschiedlichen Architekturstile entstanden sehr verschiedene Putzflächen.

Dies führte zu sehr unterschiedlichen Verputztechniken. Bei Spachtelputz wird der Gips mit der Spachtel vom Arm an die Wand geschleudert, so dass an der Wand eine Spachtelwurfstruktur geschaffen wird. Bei wilhelminischen Häusern wurden die Hausfassaden oft in kleine Bereiche aufgeteilt und mehrere Verputztechniken parallel eingesetzt.

Bei der Renovierung einer geschichtsträchtigen Außenfassade ist eine intensive Absprache mit den einzelnen Handwerksbetrieben, dem Fachplaner und der Denkmalpflege vor Ort erforderlich. Wenn Sie sich über das geschichtliche Erscheinungsbild der Fassaden nicht sicher sind, können auch geschichtliche Unterlagen wie Baupläne oder Fotografien hilfreich sein. Ist die Belastbarkeit des bestehenden Gipses nachgewiesen, kann die Renovierung im Dünnschicht-Verfahren wiederaufgenommen werden.

Wenn Sie sich nicht ganz im Klaren sind, welchen Mörtel Sie verwenden sollen, sollten Sie sich an einen Spezialisten für historischen Putz wenden, z.B. einen Denkmalpfleger. Auch bei der Wahl des Mörtels beraten die Hersteller historischer Putzarten vor Ort. Für die Wahl des Mörtels ist eine fachkundige Beratung erforderlich. Verschiedene Mörtelhersteller leisten einen besonderen Dienst für geschichtsträchtige Bauten.

Es gibt eine Vielzahl von Fortbildungsmöglichkeiten zum Erwerb alter Putztechniken. Die Hersteller von Mörtel veranstalten Fachseminare im Bereich der geschichtlichen Putztechnik. Als weitere Qualifizierungsmöglichkeiten kommen die Weiterbildungsangebote der Fuldaer Firma Prof. Dr. Johannesberg GmbH, des Bildungszentrums des Fördervereins für Kunsthandwerk und Denkmalpflege e. V. im Schloß Trier oder der Handwerksakademie im Schloß Reuss.

Auf ihren Reisen in ganz Österreich und ganz Europas können diese Handwerker verschiedene handwerkliche Techniken im Bereich der Altputze in unterschiedlichen Unternehmen kennenlernen und dieses Wissen an ihre Angestellten vermitteln. Ein guter Einblick in die Geschichte der Pflaster gibt das Buch Geschichte der Firma Altputz von Albert Gustav H. A. H. A. H. M. H. A. H. B. H. B. Gasch und Gerhard Glaser, erschienen bei Sandstein im Jahr 2011.

Beide Autorinnen verfügen über jahrelange Erfahrungen im Bereich des Denkmalsschutzes.

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