Putztechnik Wand

Verputztechnik Wand

Maler- und Putztechniken für Wände und Böden. Lassen Sie eine Wand "arbeiten" - genau das zeigt unsere Ausstellung mit vielen verschiedenen Musterwänden. Der metallische, schattierende Spachtel in Brokatoptik für Wand- und Deckenflächen im Innenbereich. Damals war die Beweglichkeit der Wandgestaltung in Marmoroptik Ausdruck von Wohlstand, Einfluss und Erfolg. Egal ob mit natürlichen Kalkputzen oder mit feuchtigkeitsregulierenden Lehmputzen, Struktur und Farbgebung ermöglichen eine optimale Wand- und Deckengestaltung.

Reinigungstechnik: Tadelakt

Aufgrund seiner Wasserbeständigkeit, die sich aus der Verdichtung mit dem Schleifstein und dem Einsatz von Olivenöl-Seife ergibt, ist es auch für Nassbereiche, wie z.B. Duschabtrennungen, bestens prädestiniert. So müssen Gartengegenstände mit Tintenfisch im Hause Winterschlaf halten. Der Begriff des Tadelaktes stammt vom Arabisch "dellek", was "drücken" heißt, und bezeichnet die Aufbereitung des Werkstoffes für die Abarbeitung.

Vor dem Anpacken einer ganzen Wand sollten Sie Ihre Fähigkeiten testen. Der Untergrund für das Auftragen von Tapeten muss rauh und saugfähig sein. Der Stoff hat eine grau-beige natürliche Farbe, die durch Hinzufügen von Pigmenten eingefärbt werden kann. Bei einer Grundfläche von ca. 1 Quadratmeter wird eine Tadelaktmenge von 4 kg (ca. 18 Euro) erwartet.

Tipp für Einsteiger: Fangen Sie mit einer kleinen Wandoberfläche an, denn das Bearbeiten mit dem Schleifbrett sowie das Kompaktieren mit der venezianischen Kelle und dem Schleifstein sind sehr aufwendig - s. Arbeitsgänge. Puder, Farbpigmente, schwarze Ölseife und der Poliersteine sind die Grundstoffe des Tadelaktes. Zusätzlich werden ein Gitterrost und eine Glättkelle mit gerundeten Ecken erforderlich.

Vor dem eigentlichen Start muss der Tintenfisch drei bis vier Tage lang stumpf werden, allerdings zumindest 24h. Die Einfärbung des Gipses erfolgt auch bei Zusatz von Buntpigmenten - 12 kg Füllstoff können mit bis zu 600 g Pigmenten eingefärbt werden. Der Gips verdickt sich beim Kneten, aber das kräftige Schütteln unterstützt die Weiterverarbeitung.

Bei zu hellem oder dunklem Gips kann der Farbton noch durch Pigmentzugabe verändert werden. Der zu behandelnde Boden muss gut mit Feuchtigkeit benetzt sein. Dies ist notwendig, um eine genügende Haftung zwischen Substrat und Gips zu haben. Den Gips nach der Vorbenetzung mit einem großen Reibbrett (aus Metall oder Kunststoff) einreiben.

Den Gips in einer Dicke von 3-5 mm in einem oder zwei Arbeitsschritten auftragen. Mit einer venezianischen Kelle unter gleichmässigem Andruck leicht aushärten und ausglätten. Danach mit dem Schleifstein die Oberfläche mit kleinen Kreisbewegungen abdichten. Nach der Verdichtung des Putzes mit der venezianischen Kelle und dem Schleifstein findet eine Ruhepause von ca. 24 Std. statt, bevor mit dem Pressen begonnen wird.

In jedem Falle sollte die Wand noch nass sein, wie auf den Fotos der Arbeit zu sehen ist. Das Pressen mit Olivenöl-Seife und Poliersteinen verleiht der Haut ihren typischen Schimmer, der je nach Einfall von Licht verschiedene Farbtöne ausstrahlt. Die Oberflächen erhalten nach vollständiger Trocknung (ca. 1 Monat) ihre korrekte Festigkeit und Ausfärbung. Ein sinnliches Vergnügen, die weiche Wand von Menschenhand zu streicheln.

Für die weitere Verarbeitung muss die Wand noch nass sein, darf aber nicht an der Wand haften oder Flecken hinterlassen. Anschließend die Olivenöl-Seife mit etwas klarem Salzwasser (im Mischungsverhältnis 1: 20) mischen. Das aufgetragene Olivenöl kann entweder mit einem Bürstchen oder mit einer Spritzflasche aufgetragen werden. Anschließend die Fläche in kleinen Kreisbewegungen unter leichter Belastung mit dem Naturstein glätten und einarbeiten.

Mit einem weichen Lappen auch mit verdünnter Olivenöl-Seife pflegen. Während die alte Verputztechnik Marokkos früher in Feuchträumen stattfand, wird sie heute auch für die Wandgestaltung verwendet.

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