Kunst am Bau

Vor-Ort-Kunst

Die Kunst vor Ort im Auftrag des Staates. Die Kunst vor Ort hat in Deutschland eine lange Geschichte. Die Kunst am Bau erzählt viel über das sich wandelnde Selbstverständnis des Staates. Im Herbst endete das vierte City Leaks Urban Art Festival in Köln, doch auch in diesem Jahr gibt es wieder viel zu entdecken: Touren zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch die Viertel des Belgischen Viertels, Ehrenfeld, Mülheim und Nippes immer auf den Spuren urbaner Kunst. Ihnen fehlte der eigentliche Anspruch der "Kunst am Bau", eine Verbindung zum Gebäude, zum weiteren architektonischen und urbanen Umfeld herzustellen.

Publikumswettbewerb für Kunst in der Architektur im neuen Polizeigelände

Die Stadtverwaltung hat das Darlehen für den Wettbewerb und die Umsetzung der Kunst vor Ort im Vergleich zu den einschlägigen Vorgaben um die Hälfte reduziert und auf CHF 380'000. Für Kunst am Bau war ein Beitrag von CHF 540'000. Die Leihgabe für ein Werk hatte zu einer lebhaften Auseinandersetzung über Kunst in der Architektur rund um das Referendum beigetragen.

Die Umsetzung der Kunst vor Ort im Zuge des polizeilichen Hochbauprojekts ist aus kommunaler Perspektive angemessen und richtig. Sie entspricht damit den Anforderungen urbaner Leitlinien zur Kunst im Öffentlichen Raum. 2. Die Stadtverwaltung hat das im Abstimmungsvorschlag vorgesehene Darlehen für Art on Site auf CHF 380'000.

Dadurch wird der durch das Bauvolumen nach den vorgenannten Vorgaben zweckgebundene Beitrag von CHF 760'000 um die Haelfte reduziert. Angesichts der außergewöhnlich hohen Kosten für den Bau erachtet der Gemeinderat eine solche Reduzierung des Darlehens als objektiv vertretbar und zweckmäßig; er ist der Ansicht, dass auch mit dem verringerten Umfang ein Kunstobjekt entstehen kann, das dem Wesen und der urbanen Bedeutsamkeit des neuen Polizeibaus Rechnung trägt.

Der Restbetrag beinhaltet alle mit der Kunst am Bau zusammenhängenden Aufwendungen (Wettbewerb, Durchführung, Gebühren, Umsatzsteuer, etc.). Der erste Auswahlprozess findet als Vorauswahl im Zuge einer offenen Vergabe statt. Bis zum 21. Juli 2017 können sich Interessenten, die in der Schweiz leben oder arbeiten, für die zweite Stufe des Wettbewerbs mit Referenz-Projekten oder Mappen und Erläuterungen zu ihrem Einstieg in die Arbeit einreichen.

Zur Auswahl der Beiträge wird eine Fachjury aus zwei Stadträten, Mitglieder der kommunalen Kommission für Kunst, Vertreter der Nutzergemeinde, externe Experten und Mitarbeiter der Stadtverwaltung berufen. Aus den eingereichten Beiträgen wählt die Fachjury im Herbst 2017 sechs bis acht Künstler aus und legt dem Gemeinderat im Jurybericht einen Antrag für die zweite Stufe des Wettbewerbs zur Verabschiedung vor.

Anschließend werden die Künstlerinnen und Künstler aufgefordert, sich für die Aufgabenstellung in anonymisierter Form mit einer Produktidee zu beworben. Die Stadtverwaltung wird über das Vorhaben längstens bis zum Spät-Sommer 2018 beschließen.

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